Häufige Fragen
- Gegen welche Pilzkrankheiten ist Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei zugelassen?
- Laut Zulassung gegen Echten Mehltau an Gurke, Zucchini und Tomate, Falschen Mehltau und Rhizoctonia solani an Salaten und Endivien, Dürrfleckenkrankheit an Kartoffel, Phytophthora infestans und Samtfleckenkrankheit an Tomate sowie Rostpilze an Zierpflanzen.
- Wo darf Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei angewendet werden?
- Im Freiland: Kartoffel im Ackerbau, Gurke, Zucchini, Salate und Endivien im Gemüsebau sowie Zierpflanzen im Zierpflanzenbau. Im Gewächshaus: Tomate und Gurke im Gemüsebau sowie Zierpflanzen. Rosen nennt nur der Produktname, die Zulassung spricht von Zierpflanzen.
- Wie wird Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei angewendet?
- Das Mittel wird gespritzt, bei Befallsbeginn bzw. beim Sichtbarwerden der ersten Symptome. An Gurke im Freiland sind es 10 ml/100 m² Mittel in 3 bis 6 l/100 m² Wasser, an Zucchini 10 ml/100 m² in 2 bis 6 l/100 m² Wasser, jeweils höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen. Bei Kartoffel sind höchstens 3 Anwendungen erlaubt.
- Welche Wartezeit gilt, und welchen Wirkstoff enthält das Mittel?
- Die Wartezeit beträgt je nach Kultur 3 Tage (Gurke, Zucchini, Tomate), 7 Tage (Kartoffel) bzw. 14 Tage (Salate, Endivien). Wirkstoff ist Azoxystrobin (CAS 131860-33-8) mit 250 g/l (23,23 % w/w) als Suspensionskonzentrat (SC). Zulassungsnummer: 034560-69. Maßgeblich sind Etikett und Gebrauchsanleitung.
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Zulassungsnummer: 034560-69
Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten! Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig.
In Deutschland gilt das absolute Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln auf befestigten Flächen wie Gehwegen, Auffahrten, Terrassen, Wegen und Plätzen, auf sonstigen nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen (Säume an Wegen, Weiden, Äckern und Wäldern, Gewässerufer) und in und unmittelbar an oberirdischen Gewässern hinweist. § 12 Abs. 2 Satz 1 und 2 PflSchG
Im Fokus
„Fungisan® Rosen- und Gemüse-Pilzfrei von W. Neudorff GmbH KG ist ein Pflanzenschutzmittel (Fungizid) als Suspensionskonzentrat mit dem Wirkstoff Azoxystrobin. Das Konzentrat wird in Wasser verdünnt und auf die Pflanzen gespritzt. Laut Gebrauchsanleitung ist es für Zierpflanzen, Tomate und Gurke im Gewächshaus sowie Gurke, Zucchini, Salat und Kartoffel im Freiland bestimmt.“
Auf einen Blick- Pflanzenschutzmittel (Fungizid) gegen Rostpilze an Zierpflanzen, Echten Mehltau, Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) und Samtfleckenkrankheit an Tomate, Echten Mehltau an Gurke und Zucchini, Falschen Mehltau und Rhizoctonia solani an Salaten und Endivien sowie Dürrfleckenkrankheit an Kartoffel
- Für Zierpflanzen im Freiland und im Gewächshaus, Tomate im Gewächshaus, Gurke im Freiland und im Gewächshaus, Zucchini, Salate, Endivien und Kartoffel im Freiland
- Konzentrat zum Spritzen: 16 ml Mittel ausreichend für ca. 166 m² Zierpflanzen (0,096 ml je m²) bzw. ca. 160 m² Gurke, Zucchini oder Salat im Freiland (0,1 ml je m²)
- Wirkstoff: Azoxystrobin (250 g/l)
- Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig
- Anwendungszeitraum: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, an Zierpflanzen bei Befallsgefahr
- Packungsgröße: 16 ml
Anwendung (Angaben des Herstellers und der Zulassung)- Vor Gebrauch gut schütteln. Das Mittel unter Rühren ins Wasser geben. Das Konzentrat mit dem beigefügten Messbecher oder bei kleinen Mengen mit dem Tropfer dosieren; laut Hersteller entspricht 1 ml 19 Tropfen.
- Zierpflanzen im Freiland und im Gewächshaus gegen Rostpilze: 0,096 ml Mittel in bis zu 120 ml Wasser je m² (laut Gebrauchsanleitung 4 ml Mittel in 5 Liter Wasser; bei 120 ml Spritzbrühe je m² reicht das für ca. 41 m²). Im Freiland höchstens 1 Anwendung, im Gewächshaus höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen. Anwendung bei Befallsgefahr, innerhalb der Entwicklungsstadien BBCH 13 bis 97. Im Freiland keine Anwendung auf gedrainten Flächen zwischen dem 01. November und dem 15. März.
- Tomate im Gewächshaus gegen Echten Mehltau (Leveillula taurica), Phytophthora infestans und Samtfleckenkrankheit sowie Gurke im Gewächshaus gegen Echten Mehltau: 0,048 ml Mittel in bis zu 60 ml Wasser je m² bei Pflanzen bis 50 cm Höhe, 0,072 ml in bis zu 90 ml bei 50 bis 125 cm und 0,096 ml in bis zu 120 ml über 125 cm. Anwendung innerhalb BBCH 21 bis 89. Höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen.
- Gurke im Freiland gegen Echten Mehltau: 0,1 ml Mittel in 30 bis 60 ml Wasser je m²; Zucchini im Freiland gegen Echten Mehltau: 0,1 ml Mittel in 20 bis 60 ml Wasser je m² (laut Gebrauchsanleitung 4 ml Mittel in 2,4 Liter Wasser je 40 m²); jeweils innerhalb BBCH 51 bis 89. Höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen.
- Salate und Endivien im Freiland gegen Falschen Mehltau (Bremia lactucae) und Rhizoctonia solani: 0,1 ml Mittel in 20 bis 60 ml Wasser je m², innerhalb BBCH 41 bis 49. Höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen.
- Kartoffel im Freiland gegen Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani): 0,05 ml Mittel in 20 bis 60 ml Wasser je m² (laut Gebrauchsanleitung 4 ml Mittel in 4,8 Liter Wasser je 80 m²), innerhalb BBCH 31 bis 91. Höchstens 3 Anwendungen im Abstand von 14 bis 28 Tagen.
- Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome gleichmäßig auf die Pflanzen spritzen. Laut Hersteller frühestens drei Wochen nach dem Verpflanzen, nicht im Winter (November bis März), nicht bei Temperaturen unter 10 °C und hoher Luftfeuchtigkeit.
- Wartezeit: Tomate, Gurke und Zucchini 3 Tage, Kartoffel 7 Tage, Salate und Endivien 14 Tage. Bei Zierpflanzen ist die Festsetzung einer Wartezeit ohne Bedeutung.
- Stets frisch angesetzte Spritzbrühe verwenden und nur so viel ansetzen, wie an einem Tag verbraucht werden kann. Nach Spritzpausen den Spritzbehälter schütteln.
- Ab dem Öffnen der Knospen können einige Zierpflanzen empfindlich reagieren (zum Beispiel Usambaraveilchen). An Gurken können Schäden in Abhängigkeit von Kultur, Sorte und Anbauverfahren nicht ausgeschlossen werden. Nicht im Kernobst einsetzen und Abdrift auf Kernobstkulturen vermeiden.
- Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
- Die Anwendung in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern ist nicht zulässig; der nach Länderrecht vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern ist einzuhalten.
- Vor einer chemischen Behandlung nichtchemische Möglichkeiten prüfen, zum Beispiel Rückschnitt und Entfernen befallener Blätter und Triebe, luftiger Standort und Gießen ohne Benetzen der Blätter.
- Bis zum Abtrocknen des Spritzbelages einen Kontakt mit den behandelten Pflanzen vermeiden.
- Beim Umgang mit dem Mittel Schutzhandschuhe tragen. Bei der Ausbringung/Handhabung langärmeliges Hemd, lange Hose und festes Schuhwerk tragen. Weitere Schutzmaßnahmen siehe Sicherheitsdatenblatt.
- Spritzgerät nach Gebrauch gründlich mit Wasser ausspülen und das Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
Lagerung und Entsorgung- Nur im Originalbehälter aufbewahren, Behälter fest verschlossen halten. Von Nahrungsmitteln und Getränken getrennt lagern. Vor Licht, Feuchtigkeit und Frost schützen, Lagertemperatur zwischen 0 und 30 °C. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
- Haushaltsmengen können bei der örtlichen Schadstoffsammlung abgegeben werden. Die restentleerte Verpackung gehört in die Wertstoffsammlung. Entleerte Verpackungen nicht wiederverwenden.
Pflichtangaben
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