Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Zulassungsnummer: 024780-00
Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten! Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig.
In Deutschland gilt das absolute Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln auf befestigten Flächen wie Gehwegen, Auffahrten, Terrassen, Wegen und Plätzen, auf sonstigen nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen (Säume an Wegen, Weiden, Äckern und Wäldern, Gewässerufer) und in und unmittelbar an oberirdischen Gewässern hinweist. § 12 Abs. 2 Satz 1 und 2 PflSchG
Im Fokus
„Spruzit® Schädlingsfrei von W. Neudorff GmbH KG ist ein Pflanzenschutzmittel (Insektizid) als Emulsionskonzentrat mit den Wirkstoffen Pyrethrine und Rapsöl. Das Konzentrat wird in Wasser verdünnt und auf die befallenen Pflanzen gespritzt. Laut Gebrauchsanleitung ist es für Zierpflanzen, verschiedene Gemüsekulturen, frische Kräuter sowie Süß- und Sauerkirschen bestimmt.“
Auf einen Blick- Pflanzenschutzmittel (Insektizid) gegen saugende Insekten, Blattläuse, Spinnmilben, Mottenschildläuse (Weiße Fliege), Schildlaus-Arten, freifressende Schmetterlingsraupen, Blattwespen und blattfressende Käfer (je nach Kultur, Ausnahmen siehe Anwendung)
- Für Zierpflanzen im Gewächshaus, in Zimmern, Büroräumen, Wintergärten, auf Balkonen und im Freiland, Tomate und Kopfsalat im Gewächshaus, frische Kräuter, Kohlrabi, Kopfkohl, Grünkohl, Blumenkohl und Salate im Freiland sowie Süß- und Sauerkirsche
- Konzentrat zum Spritzen: 1 %ig 10 ml je Liter Wasser, ergibt ca. 10 Liter Spritzbrühe; bei 0,6 ml Mittel je m² (Pflanzen bis 50 cm Höhe) ausreichend für ca. 166 m²
- Wirkstoffe: Pyrethrine (4,59 g/l), Rapsöl (825,3 g/l)
- Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig
- Anwendungszeitraum: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
- Packungsgröße: 100 ml
Anwendung (Angaben des Herstellers und der Zulassung)- Vor Gebrauch schütteln. Messbecher abschrauben und die Spitze des Spritzverschlusses mit einem Messer abschneiden.
- Zierpflanzen im Gewächshaus, in Zimmern, Büroräumen und auf Balkonen gegen saugende Insekten (ausgenommen Kalifornischer Blütenthrips) und Spinnmilben, Zierpflanzen im Gewächshaus, in Zimmern, Büroräumen und Wintergärten gegen freifressende Schmetterlingsraupen (ausgenommen Wickler), Blattwespen und blattfressende Käfer (ausgenommen Dickmaulrüssler) sowie Tomate im Gewächshaus gegen Blattläuse und Spinnmilben: 0,6 ml Mittel je m² bei Pflanzen bis 50 cm Höhe, 0,9 ml je m² bei 50 bis 125 cm und 1,2 ml je m² über 125 cm, jeweils als 1 %ige Spritzbrühe (10 ml Mittel je Liter Wasser).
- Mottenschildläuse (Weiße Fliege) an Zierpflanzen im Gewächshaus, in Zimmern, Büroräumen und auf Balkonen: 0,9 ml, 1,35 ml bzw. 1,8 ml Mittel je m² (nach Pflanzenhöhe wie oben), laut Gebrauchsanleitung als 1,5 %ige Spritzbrühe (15 ml je Liter Wasser).
- Schildlaus-Arten an Zierpflanzen im Gewächshaus, in Zimmern, Büroräumen und auf Balkonen: 1,2 ml, 1,8 ml bzw. 2,4 ml Mittel je m² (nach Pflanzenhöhe wie oben), laut Gebrauchsanleitung als 2 %ige Spritzbrühe (20 ml je Liter Wasser).
- Zierpflanzen im Freiland (bis 50 cm Höhe) gegen saugende Insekten (ausgenommen Kalifornischer Blütenthrips), freifressende Schmetterlingsraupen (ausgenommen Wickler), Blattwespen und blattfressende Käfer (ausgenommen Dickmaulrüssler): 0,6 ml Mittel in 120 ml Wasser je m².
- Gemüse und Kräuter: frische Kräuter im Gewächshaus, in Zimmern, Büroräumen, Wintergärten und im Freiland gegen saugende Insekten (ausgenommen Kalifornischer Blütenthrips) und freifressende Schmetterlingsraupen (im Freiland ausgenommen Wickler); Kopfsalat im Gewächshaus und Salate im Freiland gegen Blattläuse (ausgenommen Grüne Salatblattlaus/Große Johannisbeerblattlaus) und freifressende Schmetterlingsraupen (ausgenommen Wickler); Kopfkohl, Grünkohl und Blumenkohl im Freiland gegen Blattläuse, freifressende Schmetterlingsraupen (ausgenommen Wickler), Blattwespen und blattfressende Käfer; Kohlrabi im Freiland gegen Blattläuse: jeweils 0,6 ml Mittel in 60 ml Wasser je m² (1 %ig).
- Süß- und Sauerkirsche im Freiland gegen saugende Insekten und freifressende Schmetterlingsraupen (ausgenommen Wickler): 0,35 ml Mittel in 50 ml Wasser je m² und je m Kronenhöhe (0,7 %ig), bei höchstens 2 m Kronenhöhe.
- Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen anwenden. Die Pflanzen gründlich, auch die Blattunterseiten, tropfnass spritzen.
- Entwicklungsstadien laut Zulassung: frische Kräuter BBCH 12 bis 69; Kopfsalat im Gewächshaus BBCH 12 bis 41; Kopfkohl, Grünkohl, Blumenkohl und Salate im Freiland BBCH 12 bis 49; Tomate im Gewächshaus BBCH 12 bis 89; Süß- und Sauerkirsche BBCH 11 bis 91; Zierpflanzen gegen freifressende Schmetterlingsraupen, Blattwespen und blattfressende Käfer sowie alle Anwendungen an Zierpflanzen im Freiland BBCH 12 bis 91. Für Kohlrabi und die übrigen Zierpflanzen-Anwendungen ist kein Stadium festgelegt.
- Anzahl der Anwendungen: Zierpflanzen im Gewächshaus, in Zimmern, Büroräumen und auf Balkonen gegen saugende Insekten, Spinnmilben, Mottenschildläuse und Schildlaus-Arten höchstens 8 Anwendungen; in allen übrigen Anwendungsgebieten höchstens 2 Anwendungen pro Kultur bzw. Jahr. Laut Gebrauchsanleitung im Abstand von 7 Tagen (Schildlaus-Arten: 14 Tage).
- Wartezeit: 3 Tage bei Gemüse, frischen Kräutern und Kirschen im Freiland sowie bei Tomate im Gewächshaus; 7 Tage bei frischen Kräutern und Kopfsalat im Gewächshaus, in Zimmern, Büroräumen und Wintergärten. Bei Zierpflanzen ist die Festsetzung einer Wartezeit ohne Bedeutung.
- Keine Anwendung bei direkter Sonneneinstrahlung und bei hohen Temperaturen, daher bevorzugt früh morgens oder in den Abendstunden spritzen. Bei Sonneneinstrahlung können nach der Anwendung Schäden an den Kulturpflanzen auftreten.
- Vor der Behandlung größerer Bestände einen Verträglichkeitstest an Einzelpflanzen durchführen. An Farnen und Lantanen können vereinzelt Pflanzenschäden auftreten. Keine Anwendung bei Weihnachtssternen. Schäden an Tomate möglich.
- Abtropfende Spritzbrühe kann Flecken auf Steinen und Bodenbelägen verursachen, den Untergrund daher abdecken.
- Stets frisch angesetzte Spritzbrühe verwenden und nie mehr Spritzbrühe ansetzen als gebraucht wird. Produktreste in der Flasche mit etwas Wasser auffüllen und der Spritzbrühe beifügen.
- Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
- Die Anwendung in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern ist nicht zulässig; der nach Länderrecht vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern ist einzuhalten. Bei Kohlrabi ist ein Abstand von mindestens 5 m, bei Süß- und Sauerkirsche von mindestens 10 m zu Oberflächengewässern einzuhalten.
- Vor einer chemischen Behandlung nichtchemische Möglichkeiten prüfen, zum Beispiel Absammeln von Raupen, Rückschnitt befallener Triebe oder Abspülen von Blattläusen mit einem Wasserstrahl.
- Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Pflanzenschutzmittelbelages wieder betreten.
- Beim Umgang mit dem Mittel Schutzhandschuhe tragen. Bei der Ausbringung/Handhabung langärmeliges Hemd, lange Hose und festes Schuhwerk tragen. Weitere Schutzmaßnahmen siehe Sicherheitsdatenblatt.
Lagerung und Entsorgung- Nur im Originalbehälter aufbewahren. Von Getränken, Nahrungs- und Futtermitteln fernhalten. Kühl, trocken und frostfrei an einem gut gelüfteten Ort lagern, nicht über 35 °C, vor Lichteinwirkung schützen. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
- Produktreste bei der kommunalen Schadstoffsammelstelle entsorgen. Die restentleerte Verpackung gehört in die Wertstoffsammlung. Entleerte Verpackungen nicht wiederverwenden.
Pflichtangaben
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