Häufige Fragen
- Gegen welche Pilzkrankheiten ist Saprol N Universal Pilzfrei zugelassen?
- An Kartoffel nennt die Zulassung die Dürrfleckenkrankheit, an Gurke und Zucchini Echten Mehltau, an Möhre Möhrenschwärze, Echten Mehltau und Blattfleckenkrankheit. Bei Kohl sind Weißer Rost, Alternaria und Kohlschwärze genannt, bei Salaten und Endivien Falscher Mehltau und Rhizoctonia solani, an Zierpflanzen Rostpilze.
- Wie wird Saprol N Universal Pilzfrei angewendet?
- Gespritzt wird im Freiland bei Befallsbeginn bzw. sobald die ersten Symptome sichtbar werden. An Kartoffel sind 5 ml/100 m² Mittel in 2 bis 6 l/100 m² Wasser angegeben, höchstens 3 Anwendungen im Abstand von 14 bis 28 Tagen. Im Gemüsebau sind es meist 10 ml/100 m² bei höchstens 2 Anwendungen.
- Welche Wartezeiten gelten und welcher Wirkstoff ist enthalten?
- Die Wartezeit hängt von der Kultur ab: Kartoffel 7 Tage, Gurke und Zucchini 3 Tage, Möhre, Blattkohl, Kopfkohl, Rosenkohl, Salate und Endivien 14 Tage, Blumenkohl 10 Tage, Brokkoli 14 Tage. Wirkstoff ist Azoxystrobin (250 g/l), Zulassungsnummer 034560-89.
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Zulassungsnummer: 034560-89
Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten! Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig.
In Deutschland gilt das absolute Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln auf befestigten Flächen wie Gehwegen, Auffahrten, Terrassen, Wegen und Plätzen, auf sonstigen nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen (Säume an Wegen, Weiden, Äckern und Wäldern, Gewässerufer) und in und unmittelbar an oberirdischen Gewässern hinweist. § 12 Abs. 2 Satz 1 und 2 PflSchG
Im Fokus
„Substral Universal Pilzfrei SAPROL N ist ein Pflanzenschutzmittel (Fungizid) mit dem Wirkstoff Azoxystrobin als Suspensionskonzentrat in Portionsfläschchen; Zulassungsinhaber ist Syngenta Agro GmbH, Vertrieb Evergreen Garden Care. Das Konzentrat wird mit Wasser verdünnt gleichmäßig über die Pflanzen gespritzt. Zugelassen ist die Anwendung an Gemüse, Kartoffel und Zierpflanzen im Freiland und im Gewächshaus.“
Auf einen Blick- Pflanzenschutzmittel (Fungizid) gegen Pilzkrankheiten an Gemüse, Kartoffel und Zierpflanzen, unter anderem Echten und Falschen Mehltau, Kraut- und Braunfäule, Samtfleckenkrankheit, Rostpilze und Kohlschwärze
- Für Tomate und Gurke im Gewächshaus, Gurke, Zucchini, Kohlarten, Salat, Endivie, Möhre und Kartoffel im Freiland sowie Zierpflanzen im Freiland und Gewächshaus
- Konzentrat in 4 Portionsfläschchen zu je 4 ml: 1 Fläschchen in 5 Liter Wasser (Zierpflanzen, Tomate und Gurke im Gewächshaus) bzw. für 40 m² (Gemüse im Freiland), insgesamt ca. 20 Liter Spritzbrühe bzw. ca. 160 m² Gemüse im Freiland
- Wirkstoff: Azoxystrobin (250 g/l)
- Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig
- Anwendungszeitraum: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, Rostpilze an Zierpflanzen bei Befallsgefahr
- Packungsgröße: 4 x 4 ml (16 ml)
Anwendung (Angaben des Herstellers und der Zulassung)- Vor Gebrauch gut schütteln. Den Inhalt eines Portionsfläschchens (4 ml) unter Rühren ins Wasser geben. Das entleerte Fläschchen ausspülen und das Spülwasser zur Spritzbrühe geben. Nach Spritzpausen den Spritzbehälter schütteln.
- Zierpflanzen gegen Rostpilze (Freiland höchstens 1 Anwendung, Gewächshaus höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen): 9,6 ml Mittel in höchstens 12 Liter Wasser je 100 m², also 1 Fläschchen in 5 Liter Wasser (ausreichend für ca. 41 m²). Bei Befallsgefahr anwenden, innerhalb BBCH 13 bis 97.
- Tomate im Gewächshaus gegen Echten Mehltau, Kraut- und Braunfäule und Samtfleckenkrankheit sowie Gurke im Gewächshaus gegen Echten Mehltau: je 100 m² 4,8 ml Mittel in höchstens 6 Liter Wasser (Pflanzengröße bis 50 cm), 7,2 ml in höchstens 9 Liter (50 bis 125 cm) bzw. 9,6 ml in höchstens 12 Liter (über 125 cm); höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen, innerhalb BBCH 21 bis 89. Wartezeit: 3 Tage.
- Gurke und Zucchini im Freiland gegen Echten Mehltau: 10 ml Mittel je 100 m² in 3 bis 6 Liter (Gurke) bzw. 2 bis 6 Liter Wasser (Zucchini), höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen, innerhalb BBCH 51 bis 89. Wartezeit: 3 Tage.
- Blumenkohl einschließlich Brokkoli, Blattkohl, Kopfkohl und Rosenkohl im Freiland gegen Weißen Rost, Alternaria-Arten, Kohlschwärze und Ringfleckenkrankheit (Mycosphaerella brassicicola): 10 ml Mittel in 2 bis 6 Liter Wasser je 100 m², höchstens 2 Anwendungen im Abstand von mindestens 12 Tagen, innerhalb BBCH 41 bis 49. Wartezeit: 14 Tage, Blumenkohl 10 Tage.
- Salate und Endivien im Freiland gegen Falschen Mehltau und Rhizoctonia solani: 10 ml Mittel in 2 bis 6 Liter Wasser je 100 m², höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen, innerhalb BBCH 41 bis 49. Wartezeit: 14 Tage.
- Möhre im Freiland gegen Möhrenschwärze, Echten Mehltau und Blattfleckenkrankheit: 10 ml Mittel in 2 bis 6 Liter Wasser je 100 m², höchstens 1 Anwendung, innerhalb BBCH 41 bis 49. Wartezeit: 14 Tage.
- Kartoffel im Freiland gegen Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani): 5 ml Mittel in 2 bis 6 Liter Wasser je 100 m², also 1 Fläschchen für 80 m², höchstens 3 Anwendungen im Abstand von 14 bis 28 Tagen, innerhalb BBCH 31 bis 91. Wartezeit: 7 Tage.
- Bei Gemüse und Kartoffel bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome anwenden. Die Zahl der Anwendungen gilt je Befall und insgesamt pro Kultur bzw. Jahr.
- Mittel immer allein ausbringen, nicht mit Flüssigdüngern oder anderen Produkten mischen. Frühestens 3 Wochen nach dem (Ver-)Pflanzen und nicht von November bis März anwenden. Keine Anwendung unter kühlen, feuchten Bedingungen, bei direkter Sonneneinstrahlung oder über 25 °C. Bei Gurken im Gewächshaus sind Schäden möglich, deshalb dort nicht abends anwenden.
- Kernobst (auch Zierarten), Zierkirschen, Usambaraveilchen, Sämlinge und gestresste Pflanzen nicht behandeln und Abdrift auf diese Pflanzen vermeiden. Vor der Behandlung größerer Bestände Probespritzungen durchführen.
- Keine Anwendung auf gedrainten Flächen zwischen dem 01. November und dem 15. März.
- Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
- Die Anwendung in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern ist nicht zulässig; der nach Länderrecht vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern ist einzuhalten.
- Vor einer chemischen Behandlung nichtchemische Möglichkeiten prüfen, zum Beispiel befallene Blätter entfernen, weite Pflanzabstände und Fruchtwechsel einhalten und im Gewächshaus regelmäßig lüften.
- Schutzhandschuhe tragen beim Umgang mit dem Mittel. Langärmeliges Hemd, lange Hose und festes Schuhwerk bei der Ausbringung tragen. Bis zum Abtrocknen des Spritzbelages Kontakt mit den behandelten Pflanzen vermeiden; das Gewächshaus vor dem Wiederbetreten gründlich lüften. Weitere Schutzmaßnahmen siehe Sicherheitsdatenblatt.
Lagerung und Entsorgung- Getrennt von Getränken, Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln lagern. Kühl, trocken, frostfrei und nur in der Originalverpackung an einem gut belüfteten, für Kinder und Haustiere unzugänglichen Ort aufbewahren.
- Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.
- Inhalt und Behälter mit eventuellen Produktresten an Sammelstellen für Haushaltschemikalien abgeben. Nur völlig restentleerte Packungen der Wertstoffsammlung zuführen.
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