Häufige Fragen
- Gegen welche Pilzkrankheiten ist Ortiva Spezial Pilz-frei AF zugelassen?
- Laut Zulassung gegen Rostpilze an Zierpflanzen (Freiland und Gewächshaus). An Tomate im Gewächshaus sind Echter Mehltau (Leveillula taurica), Phytophthora infestans und die Samtfleckenkrankheit (Fulvia fulva) genannt, an Gurke im Gewächshaus Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum, Sphaerotheca fuliginea).
- Wie wird Ortiva Spezial Pilz-frei AF angewendet und wie oft?
- Gespritzt wird laut Zulassung bei Befallsbeginn, bei Zierpflanzen bei Befallsgefahr. Zierpflanzen: 9,6 ml Mittel in höchstens 12 l Wasser je 100 m². Tomate und Gurke: je nach Pflanzengröße 4,8, 7,2 oder 9,6 ml je 100 m². Im Gewächshaus sind höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen vorgesehen, bei Zierpflanzen im Freiland nur 1 Anwendung.
- Welche Wartezeit gilt und was enthält die Packung?
- An Tomate und Gurke gilt laut Zulassung eine Wartezeit von 3 Tagen, bei Zierpflanzen ist keine festgesetzt. Die Packung enthält 0,8 ml Konzentrat mit dem Wirkstoff Azoxystrobin (250 g/l), nach Aktivierung ergibt das 1000 ml anwendungsfertige Spritzflüssigkeit. Zulassungsnummer: 034560-72.
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Zulassungsnummer: 034560-72
Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten! Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig.
In Deutschland gilt das absolute Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln auf befestigten Flächen wie Gehwegen, Auffahrten, Terrassen, Wegen und Plätzen, auf sonstigen nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen (Säume an Wegen, Weiden, Äckern und Wäldern, Gewässerufer) und in und unmittelbar an oberirdischen Gewässern hinweist. § 12 Abs. 2 Satz 1 und 2 PflSchG
Im Fokus
„COMPO Ortiva® Spezial Pilz-frei AF von COMPO GmbH ist ein Pflanzenschutzmittel (Fungizid) mit dem Wirkstoff Azoxystrobin in einer Sprühflasche. Die Flasche enthält 0,8 ml Konzentrat, das beim Aktivieren mit dem Wasser in der Flasche gemischt wird; danach wird die Lösung unverdünnt auf die Pflanzen gesprüht. Zugelassen ist diese Ausbringung an Zierpflanzen sowie an Tomaten und Gurken im Gewächshaus. Das Set enthält 2 Packungen.“
Auf einen Blick- Pflanzenschutzmittel (Fungizid) gegen Rostpilze an Zierpflanzen sowie gegen Kraut- und Braunfäule, Samtfleckenkrankheit und Echten Mehltau an Tomaten und Echten Mehltau an Gurken im Gewächshaus
- Für Zierpflanzen (Freiland und Gewächshaus) sowie Tomaten und Gurken im Gewächshaus
- Sprühflasche mit 0,8 ml Konzentrat, nach Aktivierung 1000 ml anwendungsfertig: ausreichend für ca. 32 m² bei Pflanzengröße bis 50 cm, ca. 22 m² bei 50 bis 125 cm und ca. 16 m² über 125 cm sowie an Zierpflanzen
- Wirkstoff: Azoxystrobin (250 g/l im Konzentrat)
- Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig
- Anwendungszeitraum: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, an Zierpflanzen bei Befallsgefahr; laut Hersteller April bis September
- Packungsgröße: 2 x 1000 ml (nach Aktivierung) (Set aus 2 Packungen)
Anwendung (Angaben des Herstellers und der Zulassung)- Vor der ersten Anwendung den roten Aktivierungsring abziehen und den grünen Verschluss fest zudrehen. Die Flasche laut Hersteller vor dem ersten Gebrauch ca. 20-mal, vor jedem weiteren Gebrauch mindestens 10-mal kräftig schütteln. Dann die grüne Sprühdüse aufdrehen (Punkt- oder Flächensprühen möglich).
- Die Pflanzen von allen Seiten gleichmäßig nur bis zur sichtbaren Benetzung besprühen; die Spritzflüssigkeit darf nicht ablaufen. Laut Hersteller bringt ein Pumpstoß ca. 1,07 ml aus.
- Zierpflanzen (Freiland und Gewächshaus), Rostpilze: Zugelassen sind 9,6 ml Mittel in höchstens 12 Liter Wasser je 100 m²; der Inhalt einer aktivierten Flasche reicht damit für ca. 8 m². Im Freiland höchstens 1 Anwendung pro Jahr, im Gewächshaus höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen. Anwendung bei Befallsgefahr im Entwicklungsstadium BBCH 13 bis 97.
- Tomaten im Gewächshaus (Kraut- und Braunfäule, Samtfleckenkrankheit, Echter Mehltau) und Gurken im Gewächshaus (Echter Mehltau): Zugelassen sind je 100 m² 4,8 ml Mittel in höchstens 6 Liter Wasser, 7,2 ml in höchstens 9 Liter Wasser bzw. 9,6 ml in höchstens 12 Liter Wasser, je nach Pflanzengröße (bis 50 cm, 50 bis 125 cm, über 125 cm), im Entwicklungsstadium BBCH 21 bis 89. Eine aktivierte Flasche reicht damit für ca. 16 m², ca. 11 m² bzw. ca. 8 m². Höchstens 2 Anwendungen im Abstand von 8 bis 12 Tagen. Wartezeit: 3 Tage.
- Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome behandeln, laut Hersteller jedoch frühestens 3 Wochen nach dem Pflanzen. Laut Hersteller soll der Spritzbelag zügig antrocknen: für ausreichende Belüftung sorgen und nicht unter kühlen, feuchten Bedingungen, zum Beispiel in den Abendstunden, anwenden.
- Laut Hersteller nach der Aktivierung bis zum Ende der Saison haltbar.
- Gurken im Gewächshaus: Schäden sind je nach Kultur, Sorte und Anbauverfahren möglich; Pflanzenverträglichkeit vorher prüfen und laut Hersteller abends im Gewächshaus nicht anwenden. Tomaten im Gewächshaus laut Hersteller nicht bei Temperaturen über 27 °C oder bei unzureichender Belüftung (zum Beispiel unter Folie) behandeln. Zierkirschen, Usambaraveilchen, Sämlinge und gestresste Pflanzen nicht behandeln; bei Zierpflanzen vor größeren Beständen eine Probespritzung durchführen.
- Die Zahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen begrenzt. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
- Zierpflanzen im Freiland: keine Anwendung auf gedrainten Flächen zwischen dem 1. November und dem 15. März.
- Die Anwendung in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern ist nicht zulässig; der nach Länderrecht vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern ist einzuhalten.
- Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen, auch nicht indirekt über Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe.
- Vor einer chemischen Behandlung nichtchemische Möglichkeiten prüfen, zum Beispiel befallene Blätter und Triebe entfernen und für einen luftigen Stand der Pflanzen sorgen.
- Schutzhandschuhe tragen beim Umgang mit dem Mittel. Bei der Ausbringung und Handhabung langärmeliges Hemd, lange Hose und festes Schuhwerk tragen. Bis zum Abtrocknen des Spritzbelages Kontakt mit den behandelten Pflanzen vermeiden; ein Gewächshaus vor dem Wiederbetreten gründlich lüften. Weitere Schutzmaßnahmen siehe Sicherheitsdatenblatt.
Lagerung und Entsorgung- Im Originalbehälter dicht verschlossen, kühl, trocken und frostfrei an einem gut belüfteten Ort lagern (laut Sicherheitsdatenblatt 5 bis 30 °C). Von Nahrungsmitteln und Getränken fernhalten. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
- Produktreste nicht in Oberflächengewässer oder die Kanalisation gelangen lassen. Packungen mit Produktresten bei Sammelstellen für Haushaltschemikalien (Schadstoffsammlung) abgeben. Leere Verpackungen laut Hersteller der Wertstoffsammlung zuführen; Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht wiederverwenden.
Pflichtangaben
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