Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Zulassungsnummer: 050498-63
Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten! Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig.
In Deutschland gilt das absolute Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln auf befestigten Flächen wie Gehwegen, Auffahrten, Terrassen, Wegen und Plätzen, auf sonstigen nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen (Säume an Wegen, Weiden, Äckern und Wäldern, Gewässerufer) und in und unmittelbar an oberirdischen Gewässern hinweist. § 12 Abs. 2 Satz 1 und 2 PflSchG
Im Fokus
„COMPO Mehltau-frei Thiovit® Jet von COMPO GmbH ist ein Pflanzenschutzmittel (Fungizid) mit dem Wirkstoff Schwefel. Das wasserdispergierbare Granulat in Portionsbeuteln wird in Wasser gelöst und auf die Pflanzen gespritzt. Zugelassen ist die Anwendung an Erbsen, Gurken, Wurzel- und Knollengemüse, Stachelbeeren, Weinreben und Zierpflanzen im Freiland.“
Auf einen Blick- Pflanzenschutzmittel (Fungizid) gegen Echte Mehltaupilze
- Für Erbsen, Gurken, Wurzel- und Knollengemüse, Stachelbeeren, Weinreben und Zierpflanzen im Freiland
- Wasserdispergierbares Granulat zum Spritzen: Gemüse 15 g (1 Beutel) in 6 Liter Wasser je 100 m², ausreichend für ca. 500 m²; Zierpflanzen 25 bis 50 g je 100 m², ausreichend für ca. 150 bis 300 m²
- Wirkstoff: Schwefel (800 g/kg)
- Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig
- Anwendungszeitraum: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome
- Packungsgröße: 75 g (5 Portionsbeutel zu 15 g)
Anwendung (Angaben des Herstellers und der Zulassung)- Den Inhalt eines Portionsbeutels (15 g) laut Hersteller in die angegebene Wassermenge geben, gut durchmischen und die Pflanzen von allen Seiten gleichmäßig spritzen. Nur so viel Spritzbrühe ansetzen, wie an einem Tag benötigt wird; Reste laut Hersteller nicht aufbewahren, sondern 1:10 mit Wasser verdünnt auf den behandelten Kulturen ausbringen.
- Erbsen im Freiland: 15 g Mittel in 6 Liter Wasser je 100 m². Höchstens 3 Anwendungen im Abstand von 10 bis 14 Tagen. Wartezeit: 7 Tage.
- Gurken im Freiland: 15 g Mittel in 6 Liter Wasser je 100 m². Höchstens 6 Anwendungen pro Kultur bzw. Jahr. Wartezeit: 1 Tag.
- Wurzel- und Knollengemüse im Freiland: 15 g Mittel in 6 Liter Wasser je 100 m². Höchstens 6 Anwendungen pro Kultur bzw. Jahr. Wartezeit: 7 Tage. Schäden an der Kultur sind je nach Kultur, Sorte und Anbauverfahren nicht auszuschließen; die Pflanzenverträglichkeit vorher prüfen.
- Zierpflanzen im Freiland: je 100 m² 25 g Mittel in 10 Liter Wasser, 37,5 g in 15 Liter Wasser bzw. 50 g in 20 Liter Wasser, je nach Pflanzengröße (bis 50 cm, 50 bis 125 cm, über 125 cm). Höchstens 15 Anwendungen pro Jahr. Wartezeit: ohne Bedeutung.
- Stachelbeeren im Freiland gegen Amerikanischen Stachelbeermehltau: 50 g Mittel (laut Hersteller vor dem Austrieb) bzw. 40 g Mittel (nach dem Austrieb) in 10 Liter Wasser je 100 m². Höchstens 6 Anwendungen pro Jahr. Wartezeit: 7 Tage. Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich; laut Hersteller schwefelempfindliche Sorten nicht behandeln und die Verträglichkeit zuerst an wenigen Pflanzen prüfen.
- Weinreben im Freiland gegen Echten Mehltau: je 100 m² 36 g Mittel in höchstens 4 Liter Wasser (ES 09, laut Hersteller Knospenaufbruch), 48 g in höchstens 8 Liter Wasser (ES 61, Beginn der Blüte), 24 g in höchstens 12 Liter Wasser (ES 71, Fruchtansatz) bzw. 32 g in höchstens 16 Liter Wasser (ES 75, Beeren erbsengroß). Höchstens 8 Anwendungen pro Jahr. Wartezeit: Tafeltrauben 28 Tage, Keltertrauben 56 Tage.
- Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome behandeln.
- Laut Hersteller nicht bei akuter oder zu erwartender großer Hitze und praller Sonne spritzen (Gefahr von Verbrennungen). Schwefelempfindliche Sorten (Beerenobst) nicht behandeln. Bei Zierpflanzen, darunter Rosen (nicht alle Sorten verträglich), vor der Behandlung größerer Bestände Versuche an einer kleinen Anzahl Pflanzen durchführen.
- Die Anwendung in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern ist nicht zulässig; der nach Länderrecht vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern ist einzuhalten.
- Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen, auch nicht indirekt über Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe.
- Vor einer chemischen Behandlung nichtchemische Möglichkeiten prüfen, zum Beispiel befallene Triebspitzen bis ins gesunde Holz zurückschneiden und erkrankte Pflanzenteile nicht über den Hauskompost entsorgen.
- Universal-Schutzhandschuhe tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel. Laut Hersteller bei der Ausbringung Arbeitskleidung (mindestens langärmeliges Hemd und lange Hose) und Handschuhe tragen, beim Umgang mit frisch behandelten Pflanzen Schutzhandschuhe und bei Spritzarbeiten über Kopf eine Kopfbedeckung aus festem Stoff mit breiter Krempe. Behandelte Flächen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten. Weitere Schutzmaßnahmen siehe Sicherheitsdatenblatt.
Lagerung und Entsorgung- Kühl, trocken und frostfrei nur in der verschlossenen Originalverpackung an einem gut belüfteten Ort lagern (laut Sicherheitsdatenblatt 5 bis 30 °C). Von Nahrungsmitteln und Getränken fernhalten. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
- Produktreste nicht in Oberflächengewässer oder die Kanalisation gelangen lassen. Packungen mit Produktresten bei Sammelstellen für Haushaltschemikalien (Schadstoffsammlung) abgeben. Leere Verpackung laut Hersteller der Wertstoffsammlung zuführen; Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht wiederverwenden.
Pflichtangaben
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