Anwendung
Die Kartoffelfolgesaat ist eine einjährige Saatgutmischung zur Gründüngung, die nach dem Abräumen der Kartoffelpflanzen ausgesät wird. Das Saatbeet sollte tiefgründig, locker und unkrautfrei sein. Die Samen werden nach der Aussaat leicht in den Boden eingearbeitet, dann wird der Boden angedrückt und vorsichtig angegossen, bis er mindestens 3 bis 5 cm tief durchnässt ist. Die Pflanzen werden nicht geerntet, sondern nach dem Abfrieren mit dem Spaten untergegraben bzw. in den Boden eingearbeitet. Die Pflanzen stehen dann als Humus bzw. Nährstoffe den Folgekulturen zur Verfügung. Der Standort kann sonnig bis halbschattig sein, geeignet sind alle Böden.
Einsatz und Menge
Die Aussaatmenge beträgt 1 g je m². Ausgesät wird von August bis September. Die 300-g-Faltschachtel reicht damit für ca. 300 m². Die Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe von 80 bis 100 cm. Genutzt wird die Mischung zur Gründüngung und als Gesundungsfrucht in viel genutzten Gärten, in denen eine Fruchtfolge nicht immer umsetzbar ist.
Häufige Fragen
- Wann wird die Kartoffelfolgesaat ausgesät?
- Ausgesät wird nach dem Abräumen der Kartoffelpflanzen im Zeitraum August bis September. Das Saatbeet sollte tiefgründig, locker und unkrautfrei sein. Nach der Aussaat werden die Samen leicht eingearbeitet, der Boden wird angedrückt und vorsichtig angegossen, bis er mindestens 3 bis 5 cm tief durchnässt ist.
- Für wie viele Quadratmeter reicht die Quedlinburger Kartoffelfolgesaat?
- Die Aussaatmenge beträgt 1 g je Quadratmeter. Die Faltschachtel mit 300 g reicht damit für ca. 300 m². Ausgesät wird von August bis September nach dem Abräumen der Kartoffelpflanzen. Der Standort kann sonnig bis halbschattig sein, die Mischung ist für alle Böden geeignet.
- Wird der Gründünger geerntet?
- Nein. Anders als Nutzpflanzen werden die Pflanzen der Kartoffelfolgesaat üblicherweise nicht geerntet, sondern in den Boden eingearbeitet. Nach dem Abfrieren werden sie mit dem Spaten untergegraben bzw. in den Boden eingearbeitet. So stehen sie den Folgekulturen als Humus bzw. Nährstoffe zur Verfügung. Die Pflanzen sind einjährig.
- Wofür ist die Kartoffelfolgesaat als Gründünger gedacht?
- Die Mischung ist für Gemüsegärten gedacht, in denen die Anbauflächen begrenzt sind und eine Fruchtfolge nicht immer umsetzbar ist. Kartoffeln sind Starkzehrer. Die Kartoffelfolgesaat wird zur Gründüngung und als Gesundungsfrucht in viel genutzten Gärten angebaut, die Pflanzen werden 80 bis 100 cm hoch.
Im Fokus
„Nährstofferschließung, Bodengesundung, Nährstoffanreicherung, Wasserhaushaltsverbesserer, Humusaubauer und insektenlebensraum.
Ein fruchtbarer und gesunder Boden ist Grundvoraussetzung für eine gute Kartoffelernte! Die Anbauflächen im Gemüsegarten sind begrenzt und eine Fruchtfolge nicht immer umsetzbar.
Umso besser, dass Pflanzen anderen Pflanzen helfen und gleichzeitig den Boden verbessern. Kartoffeln können von einigen Schädlingen und Krankheiten befallen werden und sind noch dazu Starkzehrer. Nicht gegen alle Kartoffelkrankheiten und Schädlinge ist ein Kraut gewachsen.
Aber gegen schädliche Kartoffelnematoden / Wurzelälchen (Kartoffelzystennematoden) kann man Pflanzen wie doppelt resistenten Ölrettich und Phacelia anbauen, die die Schädlinge aushungern sollen, da sie keine Wirtspflanzen sind.
Kornrade und Ringelblume halten schädliche Bodenorganismen aufgrund von Saponinen in Schach. Kümmel soll abschreckend gegen den Kartoffelkäfer wirken.
Anbau nach dem Abräumen der Kartoffelpflanzen. Das Saatbeet sollte tiefgründig, locker und unkrautfrei sein. Samen nach der Aussaat leicht in den Boden einarbeiten, dann den Boden andrücken und vorsichtig angießen. Der Boden sollte mindestens 3 – 5 cm tief durchnässt sein.
Anders als Nutzpflanzen werden diese Pflanzen zur Gründüngung üblicherweise nicht geerntet, sondern gemulcht, das heisst nach dem Abfrieren mit dem Spaten untergegraben bzw. in den Boden eingearbeitet. Sie stehen letztlich als Humus bzw. Nährstoffen den Folgekulturen zur Verfügung.“
Auf einen Blick- Botanischer Name: diverse
- Lebensdauer: einjährig
- Aussaat: August–September, 1 g/m²
- Standort: sonnig–halbschattig, geeignet für alle Böden
- Nutzung: zur Gründüngung, als Insektennahrung, Gesundungsfrucht in viel genutzten Gärten
- Wuchshöhe: 80-100 cm
- Portion für: ca. 300 m²
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